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Sonntag, 19. März 2023

MONATSIMPRESSIONEN/ NOVEMBER Teil 4... uff... ja, ich bin hinterher... WOLTERSDORFER SCHLEUSE

Als ich gestern am Müggelberge war und die Treppe zum Müggelturm hochgestiegen bin (*), fiel mir auf, dass mich das gewaltig an andere Treppen erinnerte, die ich hier noch gar nicht gezeigt habe... Ja, das war im November... ich komme mit dem Zeigen nicht hinterher...

Die anderen Treppen gab es am Kranichsberge in Woltersdorf. Ich habe mir im November die Woltersdorfer Schleuse angeguckt und übel war es nicht, dass es in direkter Nähe noch so viel Berg/Wald/Wasser zu erkunden gab.

Also für einen Ausflug zur Woltersdorfer Schleuse muss man ein bisschen Zeit einplanen. Es liegt ja JWD wie man für gewöhnlich in Berlin sagt, Janz Weit Draußen... am Rande Berlins, also in Brandenburg... Mit der S-Bahn fährt man bis Rahnsdorf und dann muss man ein bisschen Glück haben, dass man die Anschluss-Straßenbahn nicht verpasst, da man sonst locker 20 Minuten Däumchen dreht, bis es weiter geht. 

Als ich im November in die Historische Tram stieg, die Rahnsdorf und Woltersdorf miteinander verbindet, war das noch ein richtiges Nostalgie-Erlebnis. Bald ist es mit der Nostalgie zu Ende, denn ab der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2023 sollen neuere Straßenbahnen auf dieser Strecke quer durch den Wald fahren. Auf jeden Fall wird es von Minute zu Minute dörflicher, wenn man den Köpenicker Forst durchfährt. Man merkt immer, wie weit man in Berlin gekommen ist, wenn das AB-Ticket nicht mehr reicht und man für einen ABC-Fahrschein etwas tiefer in die Tasche greifen muss. Dann ist man schon JJWD! 


Innen auch schön nostalgisch... nur die Sitzbezüge... naja...

Die Schleuse kann man nicht verfehlen, da man mit der Tram bis zur Endhaltestelle fährt. Dann muss man sich entscheiden, wo man entlang wandern will, denn rechtsseitig liegt der Flakensee und linksseitig der Kalksee. Im Zweifelsfall entscheide ich mich immer für links. In diesem Fall erstmal geradeaus und dann links, denn geradeaus sind die Kranichsberge inmitten der Rüdersdorfer Heide und Berge und Heide sind eine Kombi, die ich nicht widerstehen kann!


Woltersdorfer Schleuse

Und was soll ich sagen: Ich war begeistert. Nachdem ich querbeet und hoch und runter, wie auf einer Achterbahn durch die Natur stiefelte (und teils rannte, denn die Hügel waren teils so steil, dass ich sonst nicht oben angekommen wäre, wenn ich keinen Anlauf genommen hätte), fand ich dann auch irgendwann den Aussichtsturm Kranichsberge. Leider wurde der Turm gerade renoviert, so dass ich das Filmmuseum und die gläserne Plattform nicht besichtigen konnte.

Auf der anderen Seite des Turms war der Auf- (bzw. für mich der Abstieg) mit 90 Treppenstufen. Das hätte ich also einfacher haben können! 





Nach dem Abstieg bin ich runter zum Kalksee. Auf dem Weg zum Ufer kommt man an die Liebesquelle vorbei:

"Aus Märk`schem Sand entspring ich hell
Als Labetrunk und Liebesquell. "


Ein paar Meter muss man die Häuser auf der gegenüberliegenden Uferseite noch erdulden. Sobald man Woltersdorf verlassen hat und sich auf Rüdersdorfer Gebiet befindet, ist es nur noch schön... 




Moorige Stücke (über einen Steg begehbar) wechseln sich mit Uferwaldstücken ab... Traumhaft. 


Als ich irgendwann am Ufer lang fast wieder in bewohntes Gebiet kam, wurde ich von einem Eichhörnchen begrüßt. Da wusste ich dann, ja, ein besseres Foto kann ich an dem Tag nicht mehr machen, also "darf" ich auch den Heimweg jetzt mal langsam antreten. 

Aber ich komme im Frühjahr wieder, bevor die historische Tram eingemottet wird!




Und auf der rechten Seite der Schleuse sieht es auch gar nicht soooooooooo übel aus... 





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(*) Die Müggelturmtreppe kommt dann (vielleicht) bei meinen Märzimpressionen...

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Extrafoto für Herr Ackerbau (siehe Kommentare) vom 66-Seenwanderweg:


Und unscharfe Eichhörnchenfotos für Merlecolibri:







Montag, 21. Oktober 2024

Von Erkner bis Woltersdorf: DER WALDPOESIE-PFAD

Tja... Ich dachte, ich hätte hier den Wupatzweg in Erkner schon mal genauer vorgestellt... Anscheinend ist es in Vergessenheit geraten und ich habe nur in einem kleine Beitrag meine Begeisterung für die niedliche >Wupatzbrücke< geteilt...



Also, wenn man vom S-Bhf Erkner wie folgt läuft: Bahnhofstraße -> Friedrichstraße -> Fürstenwalder Straße -> (Brücke über die Löcknitz) -> Fangschleusenstraße -> dann kommt man auf der rechten Straßenseite an einer Stelle, wo der Leistikowweg/Wupatzweg mit einem witzigen Lehrpfad anfängt und auf der linken Straßenseite fängt der Theodor-Fontane-Weg mit dem 1,3km langen >Waldpoesie-Pfad< an. 

Dieser Uferweg führt an der Löcknitz und später am Flakensee entlang, bis man eine Promenade erreicht, die zur >Woltersdorfer Schleuse< führt. Ab da fährt dann die historische Straßenbahn, mit der man ganz nostalgisch wieder nach Berlin reinfahren kann um die S-Bahn-Station Rahnsdorf zu erreichen. 

Ich habe den Waldpoesieweg nur zufällig am Ende meines Herbstspaziergangs um den Wupatzsee herum entdeckt:

Teil des Lehrpfads am Wupatzweg: Fröscheklopfen...




Herbstzeit, Pilzzeit... und wenn es aktuell im Wald raschelt, dann sind es meist keine Wildschweine, sondern Pilzsammler*innen... Ich habe nicht nur einmal gedacht, ich könnte ein Borstenvieh bei der Futtersuche erhaschen und dann war's doch nur ein Pilzfanatiker, der versuchte, sein Abendessen zusammen zu klauben...






Dienstag, 30. April 2024

MONATSIMPRESSIONEN/ April 2024

Der Trend geht zum Minimalismus... Konkret heißt das auf den heutigen Blogbeitrag bezogen, dass es ich von der ersten Aprilhälfte keine Bilder zeigen kann, da eine meiner vielen Kameraspeicherkarten verschollen ist und zwar die mit dem halben April... Das ist wohl ein Aprilscherz der unfreiwilligen Art...

Witzigerweise war mein Bloggerkollege und gelegentlicher Konzertbegleiter OLe am gleichen Tag in Woltersdorf als ich dort mit meiner Freundin Swetlana war, was mir erst mit der Veröffentlichung seiner Bilder auf Instagram auffiel, also könnt ihr gerne >hier< mal nachschauen, wie meine Bilder gewesen sein könnten... 

Ohne Bilder - aber ein Möbelstück reicher - kam ich nach einem schönen Ausflugstag zu Hause an. Am Anfang unserer Wanderung sahen wir einen großen Haufen Tische, Stühle und Schränke Tetris-gleich aufeinander gestapelt, den wir zwar interessiert in Augenschein nahmen, aber es war klar, dass wir die Finger davon lassen mussten, zumal unsere Wanderung ja gerade erst anfing. Auf dem Rückweg stand der Möbelstapel immer noch unberührt und verlockend da. Wir konnten unsere Neugierde nicht bändigen, guckten uns die schönen alten Möbel noch einmal genauer an und dann... Da bemerkte ich etwas, das von der Form her aussah wie ein Badezimmerschränkchen, aber aus einem edlen Holz geschnitzt. Als ich es mir genauer ansah, fühlte ich mich wie in einem Fantasy-Film... ihr wisst schon, irgendjemand findet auf dem Dachboden ein verstaubtes, altes Kästchen, reibt dran oder pustet eine zentimeterdicke Staubschicht herunter und plötzlich klappt das Ding sich auf und gibt seinen magischen Inhalt frei. Genauso fühlte sich das an: Das Schränkchen war nämlich zweigeteilt, hatte ein Scharnier, also konnte man es in der Mitte aufklappen. Dann sah man nämlich des Schränkchens wahre Bestimmung: Es kann verschlossen als Aufbewahrungskiste dienen und aufgeklappt kann man doppelt so viele Kleinigkeiten darin aufbewahren, denn die wahre Pracht des Zauberkästchens zeigt sich erst beim Aufklappen: Dort befinden sich mehrere Fächer und kleine Schubläden, ein bisschen wie bei einem Sekretär. Alles klar! DAS konnte ich niemals-nie verschrotten lassen!!!! Der Zettel, der an dem Möbelstapel hing, zeigte nämlich eine Sperrmüllabholung nach dem Wochenende. Also trug ich das Kästchen bis zum kleinen Café, das wir in Schleusennähe aufsuchten um die Zeit sinnvoll zu nutzen - und zwar um den Kaffeedurst zu löschen -, bis die historische Straßenbahn uns wieder zur S-Bahn transportieren würde. Es stellte sich heraus, dass der Besitzer des Sperrmüllmöbelhaufens, bzw. des Schränkchens, auch in dem Café saß. Er hatte bereits bei unserer ersten Möbelbesichtigung beobachtet, wie wir bewundernd hier und dort den Möbelstapel anguckten, dann Stunden später am Ende der Wanderung auch nochmal und es war ihm ein Bedürfnis, uns mitzuteilen, wie sehr er sich darüber freute, dass das Schränkchen eine neue Besitzerin gefunden hatte. Es gehörte nämlich seiner Mutter und er konnte durch die Haushaltsauflösung nach dem Tod seiner Mutter nicht alles behalten. Am Ende bot er uns sogar ein Klavier an, das auch einen neuen Besitzer suchte... Tja, der war dann doch etwas zu schwer und zu groß für unsere Rückfahrt. Aber ich freue mich, dass ich die "Lebensgeschichte" meines Schränkchens jetzt kenne und liebe es dafür umso mehr.

Von einem Ausflug zur Kirschblütenallee in Lichterfelde-West bei Teltow sind auch Bilder flöten gegangen...  Einige wenige Bilder (ab Speicherkartenwechsel) habe ich zum Glück noch von der Blütenpracht dort, aber machen wir uns nichts vor, meine Kirschblütenbilder sehen eh jedes Jahr gleich aus:




Grün und Pink gefällt mir die Stadt schon viel besser als des Märzes Grau...



Neue Monatshälfte, neue Kamerakarte und wieder die Qual der Wahl bei den Bildern: Auf der Aussichtsplattform im Fernsehturm am Alexanderplatz war ich zuletzt vor ca. 30 Jahren... und in diesem Monat... als Partizipierende bei einem Geburtstagsausflug. Falls ihr jetzt denkt, Mensch, ja, da war ich auch schon seit Jahren nicht: Geht da hoch! Man muss die 200m nicht hochlaufen, sondern wird in einer Sardinenbüchse (nennt sich Aufzug) in wenige Minuten hoch gebeamt. Man kann und wird stundenlang dort oben verweilen und die ameisengroße Menschen, Tierchen und Gebäude in Legoklotzgröße bestaunen. Lohnt sich!


Rotes Rathaus 

Strausberger Platz / Frankfurter Allee

Ameisenstraße

S-Bahn-Raupe

Rosa-Luxemburg-Platz / Volksbühne

Museumsinsel

Der Tulipan im Britzer Garten mit seinen 165.000 Tulpen lud zu einem weiteren Freund:innen-Treffen ein:



Schlüssel(blumen)erlebnis...



Goofy Karpfen... vermutlich zu viel Bier aus dem Tulpenglas getrunken...


Musikkulturelles gab es ebenfalls und zwar habe ich OLe dazu genötigt, mit mir ins Wild at Heart zu gehen um The Outcasts und The Pissed Ones zu bestaunen. Fotografisch dokumentiert hat er sie >hier< auch. Der aufmerksame Bilderanseher (ja, so kontrolliere ich, ob ihr euch die Bilder tatsächlich anguckt!!!) wird ein Pflaster auf der Stirn von The Outcasts' Sänger (Greg Cowan) bemerkt haben. Die Kopfverletzung hat er sich wohl bei einem Gig in Frankreich zugezogen. Gefährliches Pflaster, la France...

Zepernick stand im April auch noch auf dem Plan - mit seinen "faulen Wiesen" und nicht ganz so faulen Eichhörnchen... 



So ein Baum ist anscheinend keine Einbahnstraße!



... und fleißiges Lieschen... (ich weiß, das sind Maiglöckchen, aber die Spinne habe ich Lieschen getauft....)

Auch hier ein quietschgrünes Grün...

... die Schönower Heide dagegen etwas karger... 




... muss ich aber unbedingt im Spätsommer nochmal hin, wenn die Erikas alles erbunten...

Eine Freundin war/ist in einer Rehaklinik am kleinen Wannsee und da habe ich sie zweimal besucht. Hier seht ihr Bilder vom wunderschönen Immanuel-Krankenhausgarten und von der näheren Umgebung. Sie sagte: "Bring deine Kamera mit! Hier findest du schöne Motive" und sie hat nicht gelogen! 







Reiher am kleinen Wannsee...

... der auch doof gucken kann...

Wir waren auch am Haus der Wannsee-Konferenz, haben es dort nicht lange ausgehalten. Uns wurde beide körperlich übel bei der Vorstellung, dass in diesem wunderschönen Gebäude einst die Ermordung der Jüdinnen und Juden beschlossen wurde:


Mit einem traurigen Exkurs in eine üble Vergangenheit möchte ich diesen April-Beitrag nicht schließen, nur zum Mahnen anregen...

In Rudow/Alt-Glienicke wollte ich die Wasserbüffel besuchen, die ich im vergangenem Jahr schon fotografiert hatte, aber die waren anscheinend alle am Schnorcheln... Entenbabys sind aber auch sehr fotogen: