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Mittwoch, 6. Februar 2019
Dienstag, 6. Februar 2018
It's time to dance
Berlin ist gerade so schön sonnig, wie Dornröschen aus dem Winterschlaf erwacht. Da macht mir das Fotografieren gerade sehr viel Spaß und die Glückshormone, die man in der Sonne aufschnappt, helfen auch ein bisschen dabei... Diese Fotos sind von gestern, aber das Montagsherz hatte als Erster die Veröffentlichung beantragt.
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Sonntag, 22. Januar 2017
Like a bridge over troubled water...
Konnte, denn er verstarb vor 5 Jahren. Wir waren knappe 11 Jahre zusammen. Ich vermisse ihn sehr. Immer noch, jeden Tag... Ich bin sonst nicht so für meine persönlichen Blogbeiträge bekannt und Persönliches mitzuteilen kann in der Bloggerwelt auch nach hinten losgehen, aber hey, no risk, no fun und das hier gehört für mich zur Trauerbewältigung dazu. Ich hab's lange genug mit Verdrängen versucht... klappt aber nicht auf Dauer...
Wir haben uns gegenseitig motiviert: Er mich, mein Studium zu beenden und den Sprung in die Selbstständigkeit mit dem Siebdrucken zu wagen, ich ihn sein abgebrochenes Studium wieder aufzugreifen und die Sucht in den Griff zu bekommen. Wir haben zusammen Linguistikseminare besucht, waren zusammen auf Konzerte (EA80 in der Fettecke war ein Highlight) und Demos, hatten Spaß als ein Filmteam in seiner WG unsere schräge Balkonbegrünung ("wir kaufen drei: Zwei sterben, einer überlebt") ins Fernsehen brachte, haben die freie Natur zusammen genossen (5 Stunden ununterbrochen Kanufahren mitten auf dem Kummerower See, weil die Strömung so stark war, dass wir nicht anhalten konnten war so ein unvergesslicher Moment - ein 5-stündiger... ).
Auch unvergesslich: Zusammen "You'll never walk alone" im Anfield Stadion in Liverpool mitsingen und tags danach 5 Stunden im Liverpooler Krankenhaus ausharren, weil ich ausgerechnet auf der "Ferry across the Mersey" einen Hexenschuss bekommen musste und nicht lachen durfte, weil alles weh tat). Und dann die Stunden über Stunden in denen wir uns Geschichten ausgedacht haben, unsere Fantasie freien Lauf gelassen haben und uns die Bälle zugespielt haben. Bei keinem Menschen durfte ich ungestraft soviel Blödsinn verzapfen und habe ich so viel Sprachwitz und Wortfantasie zurück bekommen... Und auch bei keinem Menschen habe ich später noch die Geduld gehabt, eine Stunde lang am Telefon einer begeisterten Abhandlung über die Spanische Conquista für sein Geschichtsstudium zuzuhören... (nicht, dass ich je wieder in die Gelegenheit kam...).
Aber das sind alles Anekdoten, die einen Menschen nicht annähernd in seiner Vielfältigkeit beschreiben können.

R. war der faszinierendste, intelligenteste, mitfühlendste und humorvollste Mensch, den ich je kennenlernen durfte (womit bewiesen wäre, dass Gegensätze sich anziehen... hehe) und wir hatten einen Wohnwagen zusammen. Das war unsere Flucht aus dieser hektischen Stadt. Die bisher schönsten Jahre meines Lebens habe ich dort mit ihm verbracht. Wir hatten schwere Zeiten, keine Frage, denn ein Mensch mit einer Drogenvergangenheit ist kein Rundum-Sorglos-Paket, aber er war es wert, auch die Schattenseiten in Kauf zu nehmen. In guten wie in schlechten Zeiten eben.
Albrechts Teerofen heißt die Straße, an dessen Ende das Pachtgrundstück mit unserem damaligen Wohnwagen stand, direkt am historischen Grenzübergang am Teltowkanal; ein Zipfelchen Berlin umgeben von Brandenburger Wald und eine Brücke, die nun nicht mehr befahren wird, sondern Wildwuchs toleriert und nur noch eine grüne Grenze zwischen Berlin und Brandenburg bildet.
Ich habe fertig.
Bald werde ich hoffentlich wieder den Mut zusammen raffen und die Brücke am Teerofen besuchen. Die Sehnsucht ist auf jeden Fall da und mit ihr leider auch noch eine ganze Zeit lang die Trauer, die mich immer wieder unerwartet am Schlafittchen packen wird... Und irgendwann wird auch der Schmerz weniger werden. Die schönen Erinnerungen werden mir dabei helfen. Da bin ich mir sicher.
Verlinkt bei Herrn Ackerbau.
Sonntag, 13. Dezember 2015
INTERNATIONALER TAG DER EISENBAHN VON BRÜCKEN AUS BEOBACHTEN
... oder wie lautete nochmal der Arbeitstitel für die Aufgabe, die uns Herr Ackerbau gestellt hatte?
Achso, ja:
Am 13. Dezember ist der Internationale "Blick von Brücken über Eisenbahnlinien"-Tag!
Puh... Das ist zu viel für mein Langzeitgedächtnis, aber irgendwas mit von Brücken heruntergucken und Schienen sehen, habe ich immerhin behalten.
>Hier< die Vorgeschichte dazu von Herrn Ackerbau Himself.
Auf meinen Routen in Berlin gibt es nicht so viel Eisenbahn. Klar, am Treptower Park gibt' die >Spinnenbrücken<. Die sieht man allerdings eher aus der Perspektive "under the bridge":
Aber die Warschauer Brücke, ist eine TIP TOP Location, um einerseits betrunkene Touristen in ihrem Feuchtbiotop zu beobachten (ich erspare euch die Bilder... Kopfkino muss genügen, wenn man die Wörter "Bröckchen" und "Pfütze" bedeutungsvoll kombiniert) und andererseits immer wieder für eine kreative Überraschung gut und damit meine ich nicht die hiesige Baustelle:
Man kann dort auch prima Einhörner mit dem Fernrohr beobachten!
Achso, ja:
Am 13. Dezember ist der Internationale "Blick von Brücken über Eisenbahnlinien"-Tag!
Puh... Das ist zu viel für mein Langzeitgedächtnis, aber irgendwas mit von Brücken heruntergucken und Schienen sehen, habe ich immerhin behalten.
>Hier< die Vorgeschichte dazu von Herrn Ackerbau Himself.
Auf meinen Routen in Berlin gibt es nicht so viel Eisenbahn. Klar, am Treptower Park gibt' die >Spinnenbrücken<. Die sieht man allerdings eher aus der Perspektive "under the bridge":
![]() |
| Da sieht man im "P" sogar die S-Bahn lang tuckern... |
Man kann dort auch prima Einhörner mit dem Fernrohr beobachten!
Ich bin ja sooooooooo dankbar, dass Herr Ackerbau dieses Thema gewählt hat, denn ich hätte sonst nicht gewusst, wo ich irgendwann mal dieses feine Fotoexemplar hätte unterbringen können... hehe
Daher möchte ich ihn nicht enttäuschen und bringe hier wie versprochen noch ein paar ganz schlechte und dunkle Bilder von der Warschauer Brücke:
Puh. Immerhin das Thema nicht verfehlt, denn die Eisenbahnlinie ist zwar nicht deutlich, aber mit viel Fantasie vorstellbar... wo ich mit dem Stichwort Fantasie wieder geschickt den Bogen zum Thema Einhorn lenken kann (das da oben mit Herrn "Rasputin" (*) war nur ein kleiner Vorgeschmack)... und mit diesem Under-the-Bridge-Fantasiegebilde schließen möchte:
Das immer wiederkehrende, philosophische EI(se)N(bahn)HORN:
Ihr werdet es nicht glauben, aber ich kriege tatsächlich die Kurve in meiner Geschichte, auch wenn ich eigentlich nicht mehr sooooooooo genau weiß, worauf ich hinaus wollte, aber Hauptsache, die worte Einhorn und Eisenbahn fallen in einem Satz... hehe...
Dieses immer wiederkehrende Ei(se)n(bahn)horn ist übrigens nicht tot zu kriegen. Wird es überklebt oder übermalt, dann erscheint es nach einer Weile wie der Phönix aus der Asche an gleicher Stelle wieder.
Dasselbe in Grün eben:
(*) Man muss aufpassen, welche Stichworte man in Blogs und/oder Blogkommentare verwendet, denn es findet anscheinend eine Zens*r statt...
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NACHTISCH AUS DEM ZUGBISTRO
Bevor ich nach Pankow zurückgebe und euch über das Rätsel nachdenken lasse, warum das natürliche Biotop des Einhorns sich offensichtlich in Eisenbahnbrückennähe befindet, habe ich hier noch einen kleinen Nachtisch für euch mit etwas Wissenswertes zum Thema TRAINSPOTTING.
Der gleichnamigen Film aus dem Jahre 1996 hat einen gewissen Bekanntheitsgrad. Der Film is ja schon klasse, vor allem mit dem damals noch nicht so bekannten Schauspieler Ewan McGregor in der Hauptrolle als Mark Renton, ein Drogensüchtiger aus Edinburgh. Das Buch von Irvine Welsh, das die Inspiration für den Film bot, ist noch besser, vor allem, wenn man das Original liest. Das ist eine echte Herausforderung, weil es auf "Schottisch" geschrieben wurde und mit derben Schimpfwörter wird nur so um sich geworfen. Da ist ein Rohrspatz ein Dreck dagegen...
Aber habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, warum das Œuvre so heißt?
Ich hab die Passage dazu im Buch noch nicht gefunden (wird nachgereicht, wenn ich's finde...), aber Irvine Welsh hat dazu mal gesagt, dass in seinem Buch eine Stelle vorkommt, mit der er auf eine wahre Gegebenheit hinweist: In Edinburgh gibt es einen verlassenen Bahnhof, wo sich zahlreiche Drogensüchtige aufhalten und wenn sie zu diesem Bahnhof gehen um sich einen Schuss zu setzen, sagen sie angeblich, sie würden "trainspotten" ...
"Trainspotting" muss man dazu noch wissen, heißt soviel wie "Züge beobachten" und ist neben Fuchsjagd und Teetrinken eine beliebte britische Freizeitbeschäftigung. Dazu hält man sich stundenlang an Bahnhöfen oder neben Bahngleisen auf, notiert die Nummern der Lokomotiven und freut sich am Ende des Tages über ein volles Büchlein mit möglichst vielen verschiedenen Zugtypen... Tja, besser als Fuchsjagd allemal!
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