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Montag, 27. Oktober 2014

Herz am Montag / Weg zur Werkstatt Herzen

Ihr werdet hoffentlich nicht sagen: "Schon wieder Street Art Herzen????", sondern genauso begeistert wie ich von der Graffiti-Vielfalt dieser Stadt sein...

Es fing alles an mit einem überklebten Schild am Görlitzer Bahnhof in Berlin-Kreuzberg. Ich muss oft an der Ampel in der Wiener-/Ecke Skalitzer Straße warten, bis ich auf die Oranienstraße komme, wo meine Siebdruckwerkstatt unweit vom Heinrichplatz liegt. Dann sehe ich immer das Schild LEBEN VERBOTEN und jedes Mal als ich da stand dachte ich: "Mist, meine Kamera wieder nicht dabei". Aber eines Tages war ich vorausschauend, packte die Linse ein und machte eine ganze Serie von Bildern der Straßenkunst, die ich auf dem Weg zur Werkstatt sah. Einige Herzen sind/waren dabei und auch einige Fische, aber die zeige ich bei Gelegenheit mal an einem fischigen Freitag.

Genießt die Bilder, denn sie sind schon ein paar Monate alt... und so sieht man sie mit Sicherheit nicht mehr zwischen Görlitzer Bahnhof und Heinrichplatz, denn Street Art ist oft kurzlebig, wird überklebt, überpinselt, abgerissen, verunstaltet, und viel Spaß beim Herzen entdecken! (pssssssst... es ist NICHT  auf jedem Bild eins zu sehen!!!)



























Und - nicht zu vergessen - mehr Montagsherzen gibt es wie jeden Montag bei den Fredissimas.

Freitag, 11. April 2014

Fisch am Freitag - search and destroy

Diese Fische sehe ich jedes Mal, wenn ich von der Werkstatt wieder nach Hause fahre, denn der Heinrichplatz in Berlin-Kreuzberg ist nur wenige Meter von meiner Siebdruckwerkstatt entfernt.

Ich mag sie besonders gerne, weil mich der Spruch SEARCH AND DESTROY an meine Musikvorliebe aus der Jugend erinnert. Ich war ein großer Fan der Stooges, der alten Band von Iggy Pop (inzwischen treten sie sogar zusammen wieder auf, nachdem sie jahrelang vermutlich eine Band-Menopause durchliefen)... und Search and destroy war eins meiner Lieblingssongs auf dem LP Raw Power.







Meine Stooges-Plattensammlung existiert immer noch. Mein Bruder hat mir auch öfters Limited Editions aus England mitgebracht mit rotem, gelben oder grünem Vinyl. Und auch wenn mein Plattenspieler inzwischen im Zimmer so zugebaut ist, dass er nicht sofort einsatzfähig wäre, wenn ich mal wieder Vinyl hören möchte, würde ich diese Sammlung nie verkaufen. Zu viele Erinnerungen haften daran.

Mit 15 Jahren bin ich zum ersten Mal zu einem Festival gegangen, in meiner Heimat Belgien. Und zwar zum inzwischen europaweit als ROCK WERCHTER bekannten Festival, das früher Torhout-Werchter hieß, weil es an einem Sommerwochenende an zwei Tagen hintereinander auf den vorher von Kühen geräumten Wiesen dieser zwei Dörfer stattfand. Und zwar in genau der gleichen Konstellation der Bands, einmal am Samstag in Torhout und einmal am Sonntag in Werchter.

Auf dem ersten Festival lernte ich meinen allererster Freund kennen, einen Junge, der aus der französischsprachigen Wallonie kam. Ich stamme aus dem flämischsprachigen Teil (Flandern).  Nun, ein Jahr später waren wir immer noch zusammen und da fuhren wir mit dem Fahrrad über 100 Kilometer hin und zurück zum Festival, weil wir einfach kein Geld für ein Zugticket hatten... Ich wollte da unbedingt hin. Schließlich trat mein Idol Iggy Pop in Werchter auf. Es sollte nicht das letzte Konzert von Iggy sein, das ich erlebte... Auf meinen wichtigsten Lebensstationen hat er mich immer begleitet, in Brüssel, wo ich mein Studium angefangen habe und in Berlin, wo ich jetzt wohne. Immer wieder ein Spaß...

Übrigens, Iggy Pop hat in einem Interview mal erläutert, wo er den Songtitel Search and Destroy hergenommen hat. Er sei durch einen Artikel im Time, das sich mit dem Vietnamkrieg befasste, inspiriert worden.

Mehr Freitagsfische gibt es wie jeden Freitag bei Andiva.
Und heute bei den Fredissimas gibt es auch wieder Fisch!