Posts mit dem Label Kunst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kunst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 1. Juli 2016

FISCH AM FREITAG / Neuköllner Fisch

War ja klar, dass ich bei den 48 STUNDEN NEUKÖLLN nicht nur ein Kaugummiherz finde oder? Mal ehrlich, ihr habt doch schon erwartet, dass jetzt noch ein Fisch hinterher kommt???

Da habter...

Aber erst kommt der Vorhang:




Und da sind die Fische:


Upsie... Das war die Katze... Der Fisch ist gegessen, aber hier ist noch mehr:






Das war wirklich sehr imponierend. Alles von Hand aufgenäht, wie es aussieht... So detailreich und faszinierend. Da müssen STUNDEN - TAGE - MONATE an Näharbeit drin stecken... Den Vorhang hätte ich am liebsten mitgenommen für meine Wohnung, schon alleine deshalb, weil ich mir die Details gerne genauer und öfters angesehen hätte... Bestimmt stecken in dem Nähwimmelbild noch ein paar mehr Fische drin als nur die, die ich fotografiert habe!

Verlinkt bei Andiva.


Montag, 27. Juni 2016

HERZ AM MONTAG / Neuköllner Herz

Von Freitag- bis Sonntagabend fand in Berlin-Neukölln das jährliche Kulturfestival 48 STUNDEN NEUKÖLLN statt. Ich habe dort auch wieder ein Montagsherz für euch geangelt. Dieses Herz ist nämlich eins meiner Lieblingsausstellungsobjekte.


Ihr könnt noch ein bisschen rätseln, was es ist, während ich euch ein paar weitere Veranstaltungsfotos zeige und ein paar wenige Eckdaten gebe.

Das diesjährige Motto des Kunstfestivals war: SATT. Wirklich ein prima Thema, weil so variationsreich und so leeeeeeeeecker!!!! Leider habe ich eine sehr interessante Installation - eine essbare Wand - nur leer vorgefunden, denn bei dieser Kunstinstallation waren lauter Unwörter mit Lebensmitteln geschrieben, die beim Aufgegessenwerden dokumentiert werden sollten. Das Einzigartige daran: Das Publikum sollte die blöden Wörter aufessen... Mjammi. Als ich am Sonntag da war, hingen nur noch vereinzelte trockene Toastbrotscheiben und ein paar Zuckerperlen, aber sehr genial, diese Idee!

Dieses Jahr fanden wirklich sooo viele Ausstellungen, Interaktionen usw. an den 3 Tagen statt, dass man sich wirklich SATTsehen konnte. Ich war von der schieren Masse an Veranstaltungen allerdings so überwältigt und am Samstag war die Hitze eh zu drückend, um in den Straßen lange nach Veranstaltungsorten zu suchen, bzw. zu stickig um sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten, so dass ich meinen Besuch auf den Sonntag beschränkt habe. Ich hatte vor allem das VOLLGUTLAGER (nomen est omen!) in der ehemaligen Berliner Kindl Brauerei ins Auge gefasst. So ein perfekter Ort für solch eine Veranstaltung: geräumig, offen, hell, wortwörtlich voll gut... hehe

Einige Impressionen:



Aus dem Inneren der Vereinten Glascontainern!
Kunst am Klo: Satt, satter, übersättigt, zerspringen, platzen, bersten, Urknall... Passt ja!

Und? Das Herz? Welches Herz? Nun, das erste Bild vom Anfang meiner Erzählung! Was ist es nun?


Es ist ein Kaugummiherz!

Und wer das eklig findet, hier noch ein Bild und guckt doch mal, wie grazil die Kaugummitierchen tanzen... Das ist doch nicht eklig...


Interaktionskaumittel
Die Infos will ich auch natürlich nicht vorenthalten:


Übrigens gar nicht so herzlos, diese Veranstaltung:




Dieser Beitrag erscheint heute auch bei den Fredissimas.

Montag, 1. Dezember 2014

Herz am Montag / Künstliches Herz?

Dieser Hauseingang hat einige Herzen in Petto.

"Art is not a Game!" steht dort. Und ich denke, die Liebe setzt man auch besser nicht aufs Spiel!
Oder kann es mit einem "künstlichen Herz" doch riskieren, die Verbindung zum Herzen zu kappen??? *rätselt*




>Hier< gibt's noch mehr Fotos von dem Herzenkleber, der mir die Recherche vereinfacht hat, weil er seinen Namen zum Kunstspiel dazu geschrieben hat... Louis Bottero... LOL

Und wer mehr Herzen sehen möchte, soll einen Blick bei den Fredissimas riskieren. Dort ist heute auch wieder "Herz am Montag".




Donnerstag, 17. April 2014

Kunst im öffentlichen Raum / Kronkorkenkunst

Ich schätze, jeder kennt die Geschichte von der Reinigungskraft in einer renommierten Galerie, die einen Fettfleck weggewischt hat und nicht wusste, dass es Teil einer Kunstinstallation war... Der Spruch *Ist das Kunst oder kann das weg?* hat vermutlich seinen Ursprung in diesem Vorfall. Nunja, wie definiert man eigentlich Kunst? Ob etwas Kunst ist oder als kunstvoll bezeichnet werden kann, liegt doch oft im Auge des Betrachters. Theoretisch ist alles Kunst, was von einer Person mit einer gewissen Bedeutung, Ästhetik oder manchmal auch nur Spaß an der Gestaltung entstanden ist. Es muss nicht jeder schön finden, aber es sollte doch zum verweilen einladen...

So geht es mir oft. Für mich sind es oft banale Sachen, die ich sehr kunstvoll finde. Sachen, die für andere keinen Wert haben oder gar aus Wertlosem geschaffen werden.

Wie hier in Kreuzberg - ungefähr auf Höhe der Reichenberger Straße am Ufer habe ich dieses witzige Kunstwerk gefunden:












Es ist ein gekronkorktes Kunstwerk. Upcycling par Excellence, im Prinzip.

Es ist vermutlich schon etwas älter, weil einige Teile schon fehlen, aber es ist mir vorher nie aufgefallen. Bis zu diesem sonnig-frostigen Wochenende als ich mal wieder zielstrebig mit der Kamera in der Hand nach interessanten Motiven Ausschau hielt.

Ich finde es witzig und einfallsreich.
Hoffentlich gibt es bald ein paar Nachahmer, denn Kronkorken liegen ja überall en masse herum und sind nur als Kunstteppich schön anzusehen!






Mittwoch, 2. April 2014

Kunst im öffentlichen Raum / ehemalige Kleingartenkolonie aka Campus Rütli

Sagt Ihnen der Name "Rütli" noch etwas? Dem einen oder anderen Pädagogen unter Ihnen geht möglicherweise ein Licht auf. Die Rütlischule! Das war doch die "gefährliche" Schule im Berliner Ghetto Neukölln? Richtig.

2006 war sie deutschlandweit wochenlang Thema, denn die damaligen Lehrer/innen hatten einen Brandbrief verfasst, um die verzweifelte Lage an dieser Hauptschule deeskalieren zu lassen. Ich werde Sie nun nicht mit der Geschichte dieses Schuldramas langweilen. Nur so viel: der Rütli-Campus wurde zum wichtigsten Anliegen des Neuköllner Bürgermeisters und im Zuge dessen musste eine Autowerkstatt umgesiedelt werden und eine Kleingartenkolonie namens Hand-in-Hand, die schon seit 77 Jahren existierte, dem Erdboden gleichgesetzt werden. Der Abriss der grünen Oase passierte vor 2 Jahren und seitdem ist dort Brachland zu sehen.

Angeblich soll der Campus Rütli in diesem Jahr an der Stelle weitergebaut werden. Es soll ein Gebäude für Arbeitslehre und für berufsorientierende Angebote gebaut werden. Ich frage mich nur, ob man dafür wirklich so viel Grünland opfern musste... Viele Schüler/innen, Anwohner/innen und natürlich Kleingartenbesitzer/innen waren dagegen. Man hätte auch "Inklusion" betreiben können, z.B. zusammen mit den Schüler/innen die Gärten pflegen, Gemüse anbauen etc.
Im tazblog wurde kurz vor dem Abriss über die Kleingartenkolonie berichtet: hier bebildert nachzulesen.

Letzte Woche entdeckte ich allerdings eine Zwischennutzung auf der Brachebene: Plakate mit bunten bemalten Köpfen am Bauzaun und große weiße Klumpen, die an einem der alten erhaltenen Bäumen hängen... Ich habe keine Ahnung, wer der Künstler (oder die Künstlerin) ist, der das Gelände zurückerobert hat, aber ich finde es faszinierend.






März 2014



Hinter den Bäumen sieht man auf diesem Bild noch die Kleingartenkolonie, April 2010, Blick aus meiner Wohnung.

Das Wort "Kotzkölln" auf dem Gebäude im Hintergrund ist übrigens eine wunderbar emotionale Interpretation des Begriff "Kreuzkölln", das von Szenemagazinen und Berliner Trendentdecker gerne verwendet wird um das neutrendige Nordneukölln zu bezeichnen. Die hippe Konnotation, die Kreuzberg für manche beinhaltet (und ich schätze nicht, dass die Drogenszene Kreuzbergs Pate stand) sollte sprachlich mit dem bis dahin verpönte Neukölln gekreuzt werden, so dass ein braves szenetaugliches Kind Kreuzkölln geboren wurde, mit dem alle gerne spielen. Zumindest so lange, bis es einem auf die Lackschuhe kotzt... Kotzköln eben...