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Montag, 26. Mai 2014

Herz am Montag / Brötchenherz

Ich liebe Hefebrot. Und noch mehr mag ich Dinkelhefebrot.

Ich bin in einer "Hefebrotkultur" aufgewachsen (hehe... klingt irgendwie als wäre ich selbst ein Hefepilz). Bei uns in Belgien gab es damals beim Bäcker nur 4 verschiedene Brote, die man kaufen konnte. Die ersten beiden hießen weißes und graues Brot - beides Hefebrote. Die Helligkeitsgrade waren einfach nur Abstufungen in der Menge an Ballaststoffen, die beigemischt wurden. Die beiden anderen Brote hießen: geschnitten oder ungeschnitten... LOL

Reine Vollkornbrote mit Körnern und allerlei Schnickschnack obendrauf gestreut (wie Mohn oder Sonnenblumenkerne) wie es sie hier in Deutschland gibt, gab es bei uns nicht und erst recht kein Sauerteigbrot! Uaaaaaaah... Ich kriege davon immer Bauchschmerzen, denn das Brot ist für mich zu schwer verdaulich. Vermutlich verträgt man nur das, was man auch als Kind verdauen gelernt hat. Oder so... 

Meine Mutter hat früher fast jeden Tag Brot gebacken. Das ist in meiner Erinnerung das leckerste Brot, das ich je in meinem Leben gegessen habe und damals als Teenager war mein Lieblingsbrotaufstrich Quark mit Ketchup!!!! Aber das schmeckte tatsächlich nur auf ofenfrischem Brot.

Und neuerdings backe ich mir mein Dinkelbrot auch selbst. Das ist gar nicht so schwer und vor allem schont es den Geldbeutel. Ein paar Cent Hefe, ein paar Cent Mehl, bisschen Strom oder Gas für den Herd und schwuppdiwupp hat man sein eigenes Brot ohne all zu viel Knete zu investieren (was nicht heißt, dass man nicht viel kneten muss... uff...).

Und so einfach geht es:
Zu gleichen Teilen Dinkelvollkorn- und Weizenmehl zusammen mischen (geschätzt 500-750g Gesamtgewicht... ich mach das ja nach der Smörebröd-technik)... Halbes Hefewürfelchen in einem großen Glas mit lauwarmen Wasser krümeln, mit Salz und Zucker auflösen. Zum Mehl kippen, gut verkneten und im lauwarmen Ofen mit einem nassen Tuch bedeckt ca. 20 Minuten gehen lassen. Dann nochmal kneten, Brotlaib oder Brötchen daraus formen, nochmals kurz gehen lassen und im ca. 220 Grad heißen Ofen 30 Minuten backen.

Für das Brötchenherz habe ich noch Mohn, Sesamkörner, Walnüsse, Käse und Röstzwiebeln zum dekorieren verwendet und teilweise eingeknetet, wobei sich frisch gebratene Zwiebeln besser für Zwiebelbrötchen eignen, muss ich zugeben. Das mit den Röstzwiebeln war nur so ein Experiment, das mich geschmacklich nicht ganz überzeugt hat.


Serviervorschlag
Die Brötchen wurden dann in Herzform angeordnet und kross gebacken. Fertig ist das Brötchenherz! Jetzt nur noch die Einzelbrötchen abtrennen, aufschneiden, nach Herzenslust (höhö) füllen - zum Beispiel mit Zucchinipufferherzen wie diese hier -  und genießen!!!!!

Inzwischen gibt es in Belgien natürlich auch mehr Brotsorten als früher, aber die Varietät wie es sie hier beim Bäcker gibt, wird dort noch lange nicht erreicht. Dafür gibt es eine riesige Auswahl an Patisserie: Kuchen, Torten, Sonntagsgebäck, Schokolade, Kekse... Wir Belgier essen halt Kuchen, wenn kein Brot da ist, so wie es Marie Antoinette angeblich empfohlen hat... LOL

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Mehr Montagsherzen gibt es wie jeden Montag bei den Fredissimas. Dort kann man auch seinen eigenen Herzbeitrag verlinken.