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Montag, 2. April 2018

HERZ AM MONTAG / Pilzherz

Endlich Frühling...

Alle strecken sich aus nach dem langen Winterschlaf aus...

Die Krokusse strecken ihre Köpfchen hoch, der Maulwurf seinen Hügel:


Der Bärlauch seine Fühler:



Der Baum seine Arme:



Die Vögel... äh... nee, die wohl eher nicht:



Der Baumpilz sein Herz:



... und ich meine Beine... hehe



Diese Beitrag erscheint auch zeitgleich bei den Montagsherzen der Fredissimas.

Donnerstag, 16. April 2015

Unbedingt nachkochen: VEGANE BÄRLAUCHRAVIOLI

Ich liebe Bärlauch. Denn Bärlauch heißt für mich: Im Frühjahr in den Plänterwald radeln, waldschnuppern, Vögel zugucken, Blätter rascheln hören und frischen Bärlauch ernten... Jetzt ist er gerade perfekt zum Ernten... und zum Experimentieren.

Dieses Rezept habe ich zum ersten Mal ausprobiert und es ist fingerlickinggood... Also ungelogen!!!

>Hier< habe ich die Inspiration dazu geholt.

Bärlauchravioli (vegan)



Man braucht für die Füllung:
* gute zwei Handvoll Bärlauch (8 EL)
* 2 EL Pinienkerne
* 4 Champignons
* 1 TL Salz und reichlich Pfeffer
* Paniermehl (paar EL)
* 8 EL olivenöl (nein, ich habe mich nicht vertippt... Das sind echt 8 Esslöffel Olivenöl, Fett ist eben ein Geschmacksträger... Sorry...)



Das Gedöns fein hacken und in dem Öl kurz andünsten, würzen, soviel Paniermehl beimischen, dass eine krümelige Masse entsteht, die wie eine Füllung aussieht (ja, besser kann ich's nicht beschreiben... LOL), beiseite stellen.

In der Zwischenzeit den Teig machen,
Zutaten:

* 400g Mehl... ich habe 100g Weizenvollkorn- und 300g Weißmehl genommen
* 220ml Wasser
* Schluck Olivenöl
* evtl. bisschen Salz



Dann wie man halt Teig macht vorgehen: Staub zu Staub... äh... Wasser zu Mehl, gut durchkneten bis er elastisch ist (ggf. Mehl oder Wasser und/oder Olivenöl beimengen). Anschließend ca. 20 Minuten ruhen lassen. Dann nochmal durchkneten, ausrollen, Kreise ausstechen.

Übrigens... Da bleibt noch einiges an Teig über, wenn man die Kreise ausgestochen hat. Entweder man ist fleißig und rollt das Ganze nochmal aus oder man ist faul (wie ich), packt den Rest in den Kühlschrank und macht am nächsten Tag damit eine Gemüsepizza oder gefüllte Teigtaschen oder so... Mir hat die Füllung für gut die Hälfte des Teigs gereicht.

Wenn die Kreise ausgestochen sind, schrumpft der Teig  nochmal zusammen (also bei mir auf jeden Fall und ich hab den Teig NICHT angeschrieen... Doah...). Ich hab dann manuell nochmal die Kreise flachgedrückt, damit mehr Fläche zum Befüllen entsteht und der Teig nicht zu dick ist.

Jeweils 1 Teelöffel von der Füllung auf einen Teigkreis packen, umklappen, widerspenstige Krümel mit den Fingern wieder reindrücken und dann mit der Gabel ringsherum anzacken.

Wasser oder Gemüsebrühe aufkochen, die Teigmonde hineingleiten lassen, 5 Minuten köcheln lassen und prompt servieren.

Serviervorschlag: etwas Walnuss- oder Olivenöl drüber träufeln, gehackten Bärlauch drüber streuen und mit Paprikapulver bestäuben.

Schmeckt echt G-E-N-I-A-L. Ich schwöre!!!!

Und wenn die Bärlauchsaison vorüber ist, dann nimmt man einfach Lauchzwiebeln oder Ruccola.

Das Rezept habe ich für die Fredissimas aufgeschrieben und fotografiert. >Hier< sind noch weitere Bärlauchrezepte der Fredissimas.

Montag, 30. März 2015

HERZ AM MONTAG / Glückskekse am Baum

Bärlauch!!!! *freu*
Vor knappen zwei Wochen als das Wetter in Berlin noch wie Frühling aussah und sich auch so benahm, erkundete ich meinen geliebten Plänterwald, um nach Bärlauch Ausschau zu halten. Der entwickelte sich schon prächtig und wäre das Wetter dieses Wochenende fahrradtauglich gewesen, hätte ich bestimmt ein paar Büschelchen ernten können...

Zettelchen????... Moment mal...
Auf meiner Erkundungstour fand ich plötzlich Zettelchen an einem Baum. Das ist in der Großstadt nicht ungewöhnlich. Schließlich suchen ständig Leute in meinem Kiez nach günstigen und schönen Wohnungen. Aber ich war ja im Wald und nicht in meinem oder in irgendjemandem Kiez. Irgendjemandem Kiez??? Irgendwems Kiez? Irgendwessen Kiez? Irgendwem sein Kiez???? ... Sorry.... das ist grammatikalisch bestimmt alles völlig falsch, aber ich komme nach so vielen Jahren in Deutschland als Nichtmuttersprachlerin IMMER noch an meine sprachlichen Grenzen... Ich weiß es einfach nicht besser... Aber ich schweife ab.... Also galt es, einen genaueren Blick auf die Zettelwirtschaft zu werfen.

Und siehe da: Herzchen, Sprüchlein wie bei den guten alten Glückskeksen, teils schon abgerissen, Lebensweisheiten ToGo...

Irgendwie herzig...

















Die lesbaren Sprüche habe ich hier mal der Einfachheit halber notiert, ihr dürft natürlich auch eure Augen quälen und selbst versuchen, zu lesen, was da steht, aber mit der Lupe im Photoshop geht's dann doch einfacher:

GLÜCKSKEKSBAUMSPRUCH 1
Wer nicht hart genug ist, dem Leben seine Bedingungen aufzuprägen, der muss die Bedinungen (sic!) hinnehmen, die das Leben bietet.

GLÜCKSKEKSBAUMSPRUCH 2
Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sonder der, welcher sein Leben am meisten empfunden hat.

GLÜCKSKEKSBAUMSPRUCH  3
Durch die sichere Aussicht auf den Tod könnte jedem Leben ein köstlicher, wohlriechender Tropfen Leichtsinn beigemischt sein.

Der Bärlauch sagte mir übrigens mit gespaltener Zunge und einem braunblättrigen Gesichtsausdruck, dass ich wohl besser noch ein Weilchen die Finger und Geschmacksknospen von ihm lasse...

Ich hoffe, das kommende Wochenende wird sonnig und erntegünstig! Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug!

Mehr Herzen findet ihr auch heute wieder (wie jeden Montag) bei den Fredissimas.

Übrigens: Wenn jemand mir die korrekte Ausdrucksweise für "irgendwem sein Kiez" sagen kann, dann bitte erlöse mich aus meinem sprachlichen Leiden...Ich habe da echt gerade einen Knoten im Gehirn... LOL

Montag, 24. März 2014

Herz am Montag - ein Herz für Wasservögel

Am Plänterwälder Ufer in Berlin-Treptow gefunden... ein schwimmendes Herz... oder zumindest etwas, da so aussieht... Bei näherer Betrachtung stellt es sich als Ente  im Schlummermodus heraus...

Ich fand sie auf dem Umkehrpunkt meines Bärlauchplünderausflugs. Der ganze Plänterwald  ist mit einem Bärlauchteppich ausgelegt. Hektar und Hektar davon, dichtgedrängt sprießen die zarten Büschel der Sonne empor. Der Duft verrät den Bärlauch jedoch und schützt ihn somit nicht vor gierigen Mäulern. Sehr dumm gemacht von Mutter Natur...

Ich bin kein Mensch, der im Herbst in die Pilze geht, wie es so schön heißt, denn Pilze flößen mir Angst ein. Es gibt soooooooooo viel Verwechslungsgefahr und bevor man es weiß, hat der giftige Pilz einen in einen Frosch verwandelt... oder so ähnlich... Die schleimige Herausforderung nehme ich nicht gerne an und verzichte dann lieber aufs Pilzesammeln.

Aber bei Bärlauch habe ich keine Hemmungen. Das weltweite Netz hilft einem da auch, Unsicherheiten zu überwinden. Ahja, Verwechslungsgefahr mit Maiglöcken, aber die gemeine Pflanze kenne ich ja und die riecht ja nicht nach Knoblauch, wie der gemütliche Bärlauch.

Eigentlich habe ich schon eine Bärlauch Überdosis, weil ich in den letzten Wochen schon öfters mal in den Wald gefahren bin, um ein paar Handvoll Bärlauchblätter zu rupfen. Bärlauchquark (mjammi) gab es, Bärlauchfrischkäsesauce zu Spaghetti, Bärlauchspätzle, Bärlauchbrot und Bärlauch im Salat... Bärlauch wächst mir langsam aus den Ohren raus. Aber wenn der Schatz einem auf dem Weg raus (Mittagspäuschen im Wald ist was feines...) fragt, ob man nicht zuuuuuuuuufällig ein bisschen Bärlauch mitbringen könne, dann holt man sich noch ein paar Handvoll mehr für die Mädelsrunde am Abend und stellt alle zufrieden.

Ja, und dann findet man eben auch die herzige Ente, die wohl auch gerade Mittagsschlaf macht. Eine sehr kluge Ente...

Mehr Montagsherzen gibt es wie jeden Montag bei den Fredissimas!