Dienstag, 28. Februar 2023

MONATSIMPRESSIONEN / Februar 2023

Der Februar war ausflugstechnisch etwas mau... besser gesagt maumau, denn er war kalt, er war nass und wenn er mal nicht kalt und nass war, da musste ich arbeiten. Es gab durchaus sonnige Tage und Sommerjackenfahrradfahrwettertage... an den Arbeitstagen... An den Wochenenden streckte das Wetter mir die Zunge raus, setzte den Daumen an die Nase und spielte mit den anderen Fingern Lufttrompete... 

Daher die maumaue Ausbeute an Fotos:


Wauwau statt Maumau

Trauriger Jahrestag


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Und dann kam Murphys Bloggergesetz: Wenn man einen Blogbeitrag an einem Tag, an dem man ein bisschen Zeit hat - meist 1-2 Tage vor der eigentlichen Blogveröffentlichung - vorbereitet, dann kommt alles anders als man denkt... Am letzten Sonntag des Februars kam DIE SONNE doch noch raus, also gab es einen Ausflug zum Biesenhorster Sand:


Schnee von gestern... äh... vorgestern

Nicht, dass ihr denkt, dass es deshalb warm war...


Spuren eines Homo Sapiens Nordicwalkingstickiens


Frühere Wagenausbesserungshalle des Rangierbahnhofs Wuhlheide



Malen ist Silber...

Vorankündigung einiger zarten Schneeflocken





Moos-Donut

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Wenn ihr wissen wollt, wie der Biesenhorster Sand im Sommer aussieht, dann empfehle ich einen Blick auf meinem >Blogbeitrag vom Juni 2021<.

Dienstag, 31. Januar 2023

MONATSIMPRESSIONEN / Januar 2023 - Teil 1: Rodelberg Grunewald, Dachsheide, Grunewaldsee und Hundekehlesee

Im Dezember war ich einige Male in der Umgebung der Krummen Lanke, denn wenn man einmal dort unterwegs ist, merkt man, dass es noch so viele andere Wandermöglichkeiten gibt, die man nicht alle an einem Tag schafft (Fotos und Berichte muss ich noch nachreichen... kommt dann irgendwann...) 

... und so bin ich dann auch am 1. Januar in Berlin-Dahlem an der U-Bahn-Station "Onkel Toms Hütte" ausgestiegen und direkt zum Rodelberg Grunewald gelaufen, um dann über die Dachsheide, am östlichen Ufer des Grunewaldsees lang, durch den Wald an einem kleinen Naturschutzgebiet mit Hirschen vorbei und dann auf der westlichen Seite vom Hundekehlesee entlang zum S-Bahnhof Grunewald zu wandern.

Rodelberg Grunewald

Dachsheide

Es war nicht sehr kalt und deshalb hatten vermutlich einige Menschen ihre Guten-Vorsätze-fürs-Neue-Jahr in einen Neujahresspaziergang investiert. Andere wiederum waren wohl nur aus Langeweile unterwegs. Ich überhörte das telefonische Geständnis eines älteren Mannes: "Ja, jaaaaaaaaa, ja, ja... Nee, ja. Ich bin am Grunewald. Spazieren. Was soll ich machen? Das Casino ist heute zu."

Es gibt weitaus schlimmere Orte, an denen man an einem unerwartet freien Tag sein kann...

Grunewaldsee, nördliche Spitze, links ist der See, geradeaus der Übergang zum Wald, rechts außerhalb des Bildes links unten ist das Hundekehlefenn


Hundekehlesee

Die Dachsheide will ich unbedingt nochmal besuchen, wenn die Heide blüht und alles drumherum im Wald grün ist. 

Persönlich gefallen mir der Schlachtensee und die Krumme Lanke besser als der Grunewaldsee, weil man dort näher am Wasser spazieren kann und man es gut schafft, in einer Tour komplett herum zu wandern. Der Grunewaldsee ist größer, aber für Hundehalter:innen wiederum besser geeignet, weil auf der Südseite ein Hundeauslaufgebiet ist und die Hunde dort ins Wasser dürfen. Es macht auch Spaß, den Hunden beim Toben zuzusehen... Als ich auf einer Bank in Ufernähe saß, kam ein Hund auf mich zu gerannt und spuckte einen Tennisball aus. Jaaaaaaa, das Spielchen kennt man ja. Sieben Mal warf ich, sechs Mal brachte er und dann lief er wieder weiter, seinem Herrchen hinterher. Später habe ich irgendwo im WWW ein Video gesehen (>hier< für euch gegoogelt), wo der Hund das mit einer bronzenen Statue versuchte. Natürlich ohne Erfolg, aber schon witzig, wie der Hund den Mensch als reine Spielmaschine betrachtet.

Der Hundekehlesee hat zwar den schönsten Namen von allen Seen, die ich auf dieser Runde besucht habe, aber ist aufgrund seiner sichtbaren Bebauung nicht so idyllisch. Und hinter diesem Zaun lagen grunzende Wildschweine, ungelogen:


Ich habe mich noch nie so langsam beeilt irgendwo weg zu schleichen...

Samstag, 31. Dezember 2022

MONATSIMPRESSIONEN / Dezember 2022

Momentan bin ich etwas ausgelaugt... Daher heute erstmal nur das eine Foto eines Rotkehlchens, das am Ufer der Krummen Lanke lange genug still sitzen geblieben ist, bis ich endlich ein ordentliches Foto schießen konnte...



Weitere November- und Dezemberimpressionen werden nachgereicht, so bald ich wieder Energie zum Bloggen habe....

Sonntag, 11. Dezember 2022

MONATSIMPRESSIONEN / November 2022 - Teil 3: Nikolassee und Schlachtensee

Der Nikolassee: Ein magischer Ort... Zumindest ein Ort, der mir geheime Zeichen sendet. Was soll ich sonst von diesem Zufallsfund halten:

Der gut versteckte Nikolassee ist nur an einer Stelle zu erreichen und dort findet man eine Unterwasserapotheke:


Na und? Einkaufswagen im Wasser gibt es in Berlin wie Sand am Meer. ABER: An diesem Einkaufswagen hängt ein Schild mit der Aufschrift "Apotheke Nikolassee". Nur wenige Minuten zuvor sah ich einen Wegweiser zum "Schlangenbad". 

Na? Fällt der Groschen? Nein?

Im roten "A" des Apothekensymbols befindet sich eine Badewanne (jaja, es ist ein Kelch) mit einer SCHLANGE!!! Wenn das mal nicht nach Verschwörung riecht... 

Interessantes findet man übrigens im weltweiten Netz, wenn man zum Thema Apotheke recherchiert: 

-- Im 18. Jahrhundert war unter anderem der Schwertfisch, etwa über dem Ladentisch hängend, ein verbreitetes Wahrzeichen der Apotheken (auch „Stoßzähne vom Einhorn“ gehörten gelegentlich zur Ausstattung). In historischen Abbildungen von Apotheken existiert oft ein von der Decke herabhängendes, ausgestopftes Krokodil. Das Reptil galt als fremdartig und exotisch und alles, was diesen Kriterien entsprach, galt gleichermaßen als gesund und wurde gemeinhin als heilungsfördernd angesehen. ---

Eine Ananas hätte es sicherlich auch getan! 

--- Spaß beiseite... Meine Wanderung ging dieses Mal ab S-Bahnhof Nikolassee los, am westlichen Ufer des Nikolassees entlang... 

Schwan am Nikolassee


Pelzige Pilze

... über die Rehwiesen...

Dahinter sieht man schon die Wiese


... an menschliche Bauwerke vorbei...


Es gibt erstaunlich viele Villen in den Außenbezirken!

... zum Schlachtensee





Ich habe die südliche halbe Umrundung zum S-Bhf Schlachtensee genommen. 

Es sei denn, man braucht dringend Medikamente und hat zufällig einen Schnorchel im Rucksack, muss man den Nikolassee nicht unbedingt gesehen haben... Der Schlachtensee - stelle ich immer wieder fest - bietet dagegen im Herbst stets ein schönes Farben-Wasser-Schauspiel.

Sonntag, 4. Dezember 2022

MONATSIMPRESSIONEN / November 2022 - Teil 2: Zehlendorf / Düppeler Forst / Wannsee

Anfang November bin ich ab S-Bhf Zehlendorf Richtung Westen gelaufen... ich meine Himmelsrichtung Westen, denn wenn man von Zehlendorf aus "nach Westen" geht, geht man eigentlich "in den Osten". Zehlendorf liegt ja schließlich im früheren West-Berlin und westlich davon liegt Kleinmachnow, das in Brandenburg liegt (also früher DDR). 

Alles klar?

Spätestens, wenn man am Mauerweg ist, weiß man, dass hier der alte Ost-West-Konflikt herrschte. 

Losgelaufen bin ich also am S-Bhf Zehlendorf. Von dort aus kann man einen kleinen Grünstreifen nehmen und ab da im Prinzip immer im Grünen bleiben. Ich lief am Museumsdorf Düppel vorbei, was mich ein bisschen an das Freiluftmuseum Bokrijk in meiner alten Heimat Belgien erinnerte, nur in der Mini-Mini-Version... und lief... durch einen lang gestreckten Wald, der eine Aneinanderreihung von Hundeauslaufgebieten war, wie sich später heraus stellte... und lief... immer schön am Mauerweg entlang... über eine Fußgängerbrücke über die Autobahn, Checkpoint Bravo auf der rechten Seite... und lief...  durch den Düppeler Forst (fast am Albrechts Teerofen und an alten Erinnerungen vorbei)... bis zum S-Bhf. Wannsee. 

Ich sah Wald, Bäume, Laub... dazwischen alte Bahngleise...

Grünstreifen ab S-Bhf Zehlendorf



... zwischendurch ein bisschen Protest, denn diese malerische, stillgelegte Stammbahn soll reaktiviert werden, aber dafür müsste viel Natur den Weichen weichen...


... friedliche Tierchen...

Eichörnchen auf Stein gebettet

Pferd wie aus Stein gemeißelt

... und weniger friedliche Tierchen... Als ich mich hinhockte um diese faszinierende Pilze zu fotografieren fand ein Hund mein plötzliches Hinhocken wohl nicht so faszinierend und bellte mich aggressiv an...



Im Düppeler Forst setzte ich mich auf einen Baumstamm um eine Kleinigkeit zu essen. Ein Reh kam nichtsahnend auf mich zu gerannt und machte einen Salto rückwärts als es mich sah... Ein Foto von dem überraschten Reh gibt es aber nur in meinem Gedächtnis... Später kam noch ein Mädchen auf einem Pony vorbei geritten... 

Minipferd... da hinten!

... jede Menge Geschichte...

Checkpoint Bravo

Mauersegment am Mauerweg bei Kleinmachnow


... und weil's so schön ist: Noch mehr Wald und Mauerweg... und noch mehr Gleise...

Mauerweg Düppeler Forst


Links im Bild sieht man eine Brücke und darunter Reste von den Gleisen der Friedhofsbahn Wannsee - Stahnsdorf.


... und hier ein etwas anderer Baumgeist...


Hierfür finde ich keinen Textübergang, denn ich kam weder an Dornröschens Bett vorbei, noch drohte ich einzuschlafen:


Am Wannsee allerdings sah ich noch einen "Ableger" vom Loch Ness Monster, ein Eier ablegendes Loch When Monster:



Bald gibt es dann ein neues Stückchen November...