Belgien ist ein kleines Land. Ein sehr kleines Land. Nicht mal 31.000 km² misst meine alte Heimat. Dafür ist die Pommesbudendichte vermutlich die Größte in der ganzen Welt, was nicht verwunderlich ist, denn nicht die Franzosen... neeeeeeeeeeeein... die Belgier haben die Pommes erfunden. Naja, wie immer aus der Not heraus. War doch eigentlich das Frittieren von Fischen der Plan und mangels Fisch in den Wintermonaten nahm man eben Kartoffelstäbchen als Fischersatz. Mit ein bisschen Fantasie gehen die auch als Fischstäbchen durch... vielleicht...
Einmal im Jahr besuche ich auch meine alte Heimat und am ersten Abend der Ankunft steht traditionell eine Tüte Pommes auf dem Speiseplan. Die Pommes werden mit den Fingern gegessen, nie mit der Gabel!!!!
Die Rede ist hier vom Reiskuchen: rijstvla oder auch rijstevlaai genannt.
Auch sie fehlt nie auf meinem Belgien-Besuch-Speiseplan. Traditionell mit Milchreis, Vanille(pudding) und Eiern umhüllt von einem süßenTeig im Ofen goldbraun gebacken. Nach einem Rezept meiner Großmutter habe ich es tatsächlich mal geschafft, so einen Kuchen nachzubacken und er schmeckte original wie die Reiskuchen, die man beim guten Bäcker kaufen kann... Nur, dass ich dafür ca. 2 Stunden in der Küche brauchte und dann nochmal anderthalb Stunden Ofenzeit abwarten musste... oder zumindest war die gefühlte Zubereitungszeit so langwierig...
In diesem Jahr hatte eine liebe langjährige Freundin, die meinen kulinarischen Entzug noch in Erinnerung hatte, dann auch dieses Montagsherz zusammen mit dem Kuchen mitgebracht. Ihr findet es auf dem Tortenpapier, wenn ihr gut guckt...
Mehr Montagsherzen gibt es übrigens wie jeden Montag bei den Fredissimas.