Freitag, 19. August 2016

FISCH AM FREITAG / Fische im Parlament

Ich habe ja so meine Wege, die ich immer wieder in meiner Mittagspause entlang fahre. Alle Strecken, die ich innerhalb einer Stunde hin und zurück schaffe: Entweder auf dem Weg zum Treptower Park, zum Plänterwald, zum Flughafen Tempelhof, oder zum Mauerweg in Neukölln, manchmal auch (wenn die Zeit knapp ist) steuere ich einen weiter entfernten Supermarkt an, wenn der Inhalt des Kühlschranks auch wieder sehr viel Luft enthält, nur um ein paar Strampeleinheiten zu bekommen. Meine Linguistik-Professorin hat mir nämlich während der Prüfungsphase erklärt, dass man um den Kopf frei zu bekommen, den Körper einsetzen muss. Und das stimmt wirklich.

Die Bewegung brauche ich tatsächlich als Ausgleich zum Arbeiten: Vormittags Gewerbe, nachmittags Brötchenjob. Damit ich nicht noch plemplemmer werde als nötig, muss das Fahrrad für einen körperlichen Ausgleich zum vollen Hirn sorgen. Und obwohl ich bestimmte Strecken in kurzer Zeit mehrfach anfahre, gibt es dennoch immer wieder Neues zu entdecken.

Zum Beispiel Fische:




Natürlich habe ich auch überprüft, was sich hinter diesem interessant klingenden Namen THE PARLIAMENT OF THE FISH befindet. Es handelt sich um ein  "internationales Umwelt- und Theaterprojekt":

Mit unserem internationalen Umwelt-Theaterprojekt wollen wir Menschen in Europa dazu motivieren, sich in ihrer Region durch offensives und bürgerschaftliches Handeln gegen die fortschreitende Gewässerverschmutzung zu engagieren. Kernstück ist die Entwicklung eines komödiantisch-grotesken bis bitterernsten Theaterstücks für Kinder von 8 bis 12 Jahren, bei dem wir neue Formen der Ansprache und eine unkonventionelle Herangehensweise bei der Vermittlung komplexer Umweltthemen einsetzen.

(...)

Wir ermutigen die Menschen, Theaterinstitutionen, Umweltverbände und Schulen, sich langfristig bürgerschaftlich für eine Vermeidung von Müll in Gewässern zu engagieren. 

(...)

Da kann ich nur sagen: Gute Sache! Im kommenden Sommer soll das Theaterstück wohl auch in Berlin aufgeführt werden. Vielleicht ein guter Tipp für Berlinbesucher?
Verlinkt bei Andiva.

Kommentare:

  1. Wasser ist der Ursprung von allem.

    Thales von Milet
    (um 625 - 545 v. Chr.) *FreitagsundWEgrüßchendazustell*

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  2. Ich glaubte eben kurzzeitig an ein Wasser-Pokemon. ;-)

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  3. Dem armen Fisch schnürt es ja den Hals ab, aber hübsch ist er!

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    1. Ja, der guckt auch aus einer kaputten Wasserflasche heraus. Ich denke, das Bild ist bewusst zweideutig...

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