Dienstag, 22. März 2016

Brussel / Bruxelles


Mijn medeleven
Mes condoléances


Kommentare:

  1. Alles so furchtbar. Die armen Menschen in Brüssel, Istanbul...

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    1. Die Ereignisse in Istanbul sind selbstverständlich nicht weniger schlimm, aber mit Brüssel habe ich eine besondere Verbindung. Vor weniger als einem halben Jahr saß ich noch mit meiner langjährigen belgischen Freundin am Flughafen Brüssel. Sie holte mich ab und sie brachte mich nach einigen Tagen Heimataufenthalt auch wieder hin. Wir tranken gemütlich einen letzten Kaffee in der Empfangshalle, wir lachten zusammen, wir freuten uns über das Wiedersehen, bevor wir uns wieder verabschiedeten, erzählten uns noch Anekdoten aus unserer gemeinsamen Studentenzeit in Brüssel.

      Und nun ist dieser Eingangsbereich am Flughafen komplett zerstört. Menschen, die dort genauso wie wir, kurz verweilten, um Verwandte und Freunde abzuholen oder wegzubringen, die auf die Durchreise waren oder die sich für die Stadt interessierten und nun... verletzt, traumatisiert oder tot sind. Würde es sich anders anfühlen, wenn es in Berlin-Schönefeld passiert wäre? Ich glaube nicht. Der Mensch ist ein egoistisches Wesen. Je näher das Leid in seinem Umfeld passiert, umso mehr trifft es ihn. Ich schließe mich da nicht aus...

      Die U-Bahn-Station Maalbeek ist auch nur 3 Stationen entfernt vom Campus der Uni, wo ich mein Zimmer hatte, die Metrolinie ist mir bekannt wie die U-Bahnlinie vom Hermannplatz bis zur Hermannstraße in Berlin. Der Gedanke schrecklich, dass es Leute hätte treffen können, die ich kenne und liebe... Dieser Post ist daher sehr selbstbezogen, aber ich brauchte gestern das Ventil, weil es mich nicht losgelassen hat, da mir so viele Gedanken aus meiner Brüsseler Zeit wieder in Erinnerung kamen.

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    2. Mir geht es auch so, ich weiß nicht, wie oft ich schon am Brüsseler Flughafen oder an der Maalbeek-Station war. Das macht die Sache nur allzu nah. Istanbul habe ich stellvertretend für die ganzen anderen Orte, die auch vom Terrorismus geplagt werden, genannt. Nur weil einem ein Ort besonders nah ist, heißt das ja nicht, dass man die anderen nicht wahrnimmt...

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    3. Die Eltern vom Patenkind meiner Freundin waren zu dem Zeitpunkt als die Bombe dort hochging ganz in der Nähe des U-Bahnhofs Maalbeek, aber ihnen ist zum Glück nichts passiert. Jedes Leid, wenn man einen geliebten Menschen verliert, ist schlimm, aber schlimmer noch ist es, wenn der Zufall darüber entscheidet, dass dieser Mensch ausgerechnet zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war, egal wo sowas auf der Welt passiert... Ich stelle mir das ganz schlimm für die Hinterbliebenen vor, dieser Erkenntnis...

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  2. Das sind keine Menschen mehr. Das ist eine Herde versklavter, grausamer Tiere. Alle niedern, alle wilden Instinkte treten zutage. … Kein Platz ist sicher. … Denn man weiß nie, wo der Schlag niedersausen wird.

    Romain Rolland
    (1866 - 1944), franz. Schriftsteller und Pazifist;
    Nobelpreis für Literatur 1915

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    1. Das sehe ich anders. Es sind Menschen. Warum denken alle, dass Menschen per se "gut" sind? Tiere binden sich keine Nagelbomben um um ihre Artgenossen möglichst grausam zu töten. Das machen nur Menschen...

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    2. Menschen sind allerdings auch Tiere, grausame Tiere. Damit stimme ich überein...

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  3. Es ist wirklich schlimm! Ich finde es aber völlig normal und menschlich, wenn es einem "näher" geht, wenn man den Ort oder Menschen dort kennt...

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    1. Ich danke dir für deinen Kommentar, liebe Ruthie.

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  4. Auch ich bin schockiert und tief berührt.
    Es ist für mich so unfassbar, dass diese grausamen, schrecklichen Anschläge (das klingt leider viel zu harmlos) passieren, jetzt wieder in Pakistan.
    Und ->selbstverständlich<- geht es einem viel, viel näher, wenn man irgendeinen persönlichen Bezug hat. Ich denke da z.B. an das entsetzliche Blutbad im Bataclan. Da HÄTTE ich auch dabei sein können, deshalb war ich bei diesem Ereignis viel betroffener.

    Auch meine Gedanken sind bei allen Betroffenen...

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